Begleitmaterial zum Impuls „Deutschland baut!“
Fünf Vorlagen, die aufeinander aufbauen: von der fachlichen Stellenaufnahme über Jobseite und Bewerbercheck bis zur Entscheidungsvorlage.
Einstieg mit einer echten offenen Stelle
5 Min · Kontext
Kontextblock ausfüllen. Was Sie nicht sicher wissen, bleibt leer.
5 Min · Prompt 1
Stelle aufnehmen lassen und die Fragen an den Fachbereich mitnehmen.
5 Min · Prompt 3
Daraus einen Jobseitentext erzeugen und mit Ihrer aktuellen Anzeige vergleichen.
Der Unterschied zwischen beiden Texten zeigt, wie viel Stellenwissen bisher nur im Kopf des Fachbereichs lag. Prompt 2, 4 und 5 lohnen sich, sobald die Stelle tatsächlich besetzt werden soll.
Einmal ausfüllen und jedem Prompt voranstellen. Dieser Block ist der Kontext, auf den alle folgenden Schritte zugreifen.
<UNTERNEHMEN> Name: Region / Standorte: Mitarbeiterzahl: Unternehmensrolle: Sektor / Branche: Gewerk / Industrie: Bereiche / Teilbereiche: Typische Projekte und Einsatzgebiete: Typische Projektgrößen: Besonderheiten als Arbeitgeber: Vorhandene Arbeitgeber- oder Unternehmensinformationen: </UNTERNEHMEN> <STELLE> Gesuchte Rolle: Mögliche Mischrolle: Warum wird gesucht: Einsatzbereich: Einsatzort: Montage / Reise: Team und Berichtslinie: Bekannte Kernaufgaben: Weitere bekannte Tätigkeiten: Relevante Verfahren: Maschinen / Geräte / Software: Typische Projekte: Bekannte Anforderungen: Ausbildung: Scheine / Nachweise: Berufserfahrung: Arbeitszeiten: Vergütung / Gehaltsrahmen: Starttermin: Benefits: Entwicklungsmöglichkeiten: Vorhandene Stellenbeschreibung: </STELLE>
Fachliche Aufnahme der Rolle mit gewichteten Kernaufgaben, Einsatzumfeld, Qualifikationen und offenen Fragen an den Fachbereich.
Du unterstützt mich dabei, eine offene Stelle in einem Bauunternehmen fachlich sauber aufzunehmen. Nutze den bereitgestellten Unternehmens- und Stellenkontext. WICHTIG: Schreibe noch keine Stellenanzeige. Erfinde keine Fakten. Nenne nur Informationen, die für diese konkrete Rolle fachlich oder für die spätere Entscheidung relevant sind. Selbstverständlichkeiten und allgemeine Floskeln sollen entfallen. Wenn eine Angabe nur wahrscheinlich ist, kennzeichne sie als „Vorschlag“. Ein fehlender Punkt darf offenbleiben. Erstelle folgende Struktur: 1. KURZBILD DER ROLLE Beschreibe in 3–5 Sätzen: - warum die Rolle im Unternehmen gebraucht wird, - in welchem Projekt- und Einsatzumfeld sie arbeitet, - welche Verantwortung sie tatsächlich trägt. 2. KERNAUFGABEN Schlage 5–7 konkrete Kernaufgaben vor. Formuliere als reale Tätigkeiten, nicht als abstrakte Verantwortungsbegriffe. Ordne jeder Kernaufgabe eine vorläufige Bedeutung von 1–5 zu: 1 = gelegentlich oder nachrangig 5 = prägend für die Rolle 3. WEITERE TÄTIGKEITEN Nenne nur sinnvolle zusätzliche Tätigkeiten. Trenne sie von den eigentlichen Kernaufgaben. 4. EINSATZ- UND PROJEKTUMFELD Strukturiere: - Projektarten - Projektgrößen - Bauphasen - Arbeitsumfeld - Eigen- oder Nachunternehmerleistung - regionale Tätigkeit / Montage - mögliche Besonderheiten des Betriebs 5. ARBEITSMITTEL UND VERFAHREN Nenne nur tatsächlich relevante: - Maschinen - Geräte - Werkzeuge - Software - Verfahren oder Arbeitsmethoden 6. QUALIFIKATIONEN UND NACHWEISE Trenne: - fachlich sinnvolle Ausbildung - relevante Berufserfahrung - Scheine / Zertifikate / Nachweise - rechtlich oder sicherheitsbezogen notwendige Voraussetzungen - sinnvoll einlernbare Kenntnisse 7. RAHMENBEDINGUNGEN Fasse die bekannten Angaben zusammen: - Standort - Montage / Reise - Arbeitszeiten - Vergütung - Team - Starttermin - Benefits - Entwicklungsmöglichkeiten 8. FEHLENDE INFORMATIONEN Liste die Informationen auf, die noch fehlen und die die Bewerberansprache, Bewerberauswahl oder spätere Entscheidung tatsächlich verändern würden. 9. FRAGEN AN DEN FACHBEREICH Formuliere maximal 10 konkrete Fragen. Die Fragen sollen für einen Bauleiter, Bereichsleiter oder fachlichen Verantwortlichen leicht beantwortbar sein. Keine allgemeinen HR-Fragen. Priorisiere Fragen mit dem größten Einfluss auf Suche und Entscheidung.
Prüft jede Anforderung darauf, ob sie zwingend, entwickelbar oder verzichtbar ist – als Vorschlag zur Freigabe.
Prüfe die bisher erarbeiteten Aufgaben, Erfahrungen, Qualifikationen und Rahmenbedingungen der Stelle. Ziel: Wir wollen keine überladene Wunschliste erzeugen. Die KI macht einen fachlich begründeten Vorschlag. Die endgültige Entscheidung trifft der fachlich Verantwortliche gemeinsam mit HR. Prüfe jede Anforderung anhand dieser Fragen: 1. Kann die Person die Kernaufgabe ohne diese Anforderung ausführen? 2. Ist die Anforderung rechtlich, sicherheitsbezogen oder betrieblich zwingend? 3. Ist sie für eine Kernaufgabe mit hoher Gewichtung erforderlich? 4. Kann sie in den ersten Monaten realistisch eingelernt werden? 5. Ist vorhandene, übertragbare Erfahrung ausreichend? 6. Würden wir einen ansonsten sehr guten Kandidaten allein wegen dieses Punktes ablehnen? 7. Ist die Anforderung nur Bestandteil eines idealen Wunschprofils? Verwende folgende Kategorien: - PFLICHT – rechtlich, sicherheitsbezogen oder für die Kernaufgabe zwingend - WÜNSCHENSWERT – verbessert die Passung, kann aber entwickelt werden - EINLERNBAR – darf bei Einstieg fehlen - UNKLAR – muss vom Fachbereich entschieden werden - ENTFERNEN – zu allgemein, selbstverständlich oder nicht entscheidungsrelevant Erstelle eine Tabelle: Anforderung | KI-Vorschlag | Begründung | Folge, wenn nicht vorhanden | Übertragbare Alternative | Entscheidung durch HR / Fachbereich Fasse anschließend zusammen: - Welche Pflichtanforderungen bleiben? - Welche Anforderungen wurden sinnvoll geöffnet? - Wo besteht das Risiko, versehentlich einen unrealistisch perfekten Kandidaten zu suchen? - Welche maximal fünf Punkte müssen vor Veröffentlichung final freigegeben werden?
Übersetzt das interne Profil in einen kandidatenorientierten Text mit mobiler Priorisierung.
Erstelle aus dem strukturierten Jobprofil einen kandidatenorientierten Text für eine mobile Jobseite. Zielperson: Eine erfahrene oder grundsätzlich geeignete Person aus der Baupraxis. Die Person soll innerhalb von ungefähr 30 Sekunden verstehen: - Was ist das für ein Job? - Was mache ich tatsächlich? - In welchen Projekten und mit welchen Arbeitsmitteln arbeite ich? - Wo und unter welchen Bedingungen arbeite ich? - Was muss ich zwingend mitbringen? - Was kann ich noch lernen? - Was bekomme ich? - Warum könnte ein Wechsel interessant sein? REGELN: - direkte, klare und bauunternehmernahe Sprache - Ansprache mit „Du“ - keine HR-Floskeln - keine austauschbaren Aussagen - keine erfundenen Informationen - konkrete Aufgaben statt abstrakter Verantwortung - Pflicht und Wünschenswert klar trennen - wichtige Rahmenbedingungen früh zeigen - Wiederholungen vermeiden - fehlende Angaben nicht mit allgemeinen Aussagen auffüllen - die Realität der Rolle soll erkennbar bleiben Erstelle: 1. JOBTITEL Klarer Hauptberuf plus sinnvoller Einsatz- oder Projekthinweis. Mit „m/w/d“. Kein Standort im Titel. 2. KURZEINSTIEG Maximal zwei Sätze. Was ist das Besondere an dieser konkreten Stelle? 3. DER JOB IN 30 SEKUNDEN Kompakte Übersicht: - Kernaufgaben - Projektumfeld - Maschinen / Software / Verfahren - Einsatzort und Montage - Arbeitszeiten - Vergütung, sofern bekannt 4. DEIN ARBEITSALLTAG Beschreibe in 3–5 kurzen Sätzen den realen Ablauf und die wichtigsten Aufgaben. 5. DAS BRINGST DU MIT Trenne: - Das ist wirklich erforderlich - Das ist hilfreich oder kann entwickelt werden 6. ARBEITSBEDINGUNGEN Standort, Arbeitszeiten, Montage, Team, Verantwortung und weitere relevante Bedingungen. 7. DAS BIETET DER ARBEITGEBER Nur konkrete, bekannte Leistungen und Vorteile. Keine Aussagen wie „tolles Team“ oder „attraktives Gehalt“, wenn sie nicht belegt werden. 8. ENTWICKLUNG UND PERSPEKTIVE Nur reale Möglichkeiten nennen. 9. MOBILE PRIORISIERUNG Nenne die fünf Informationen, die auf dem Smartphone unbedingt vor dem ersten großen Textblock sichtbar sein sollten. 10. KRITISCHER CHECK Markiere: - Aussagen, die noch zu allgemein sind - fehlende Informationen, die für Bewerber wichtig wären - mögliche Missverständnisse über Tätigkeit, Arbeitszeit, Vergütung oder Einsatzort
Fünf bis sieben fachliche Fragen, deren Antworten die weitere Entscheidung tatsächlich verändern.
Erstelle einen kurzen mobilen Bewerbercheck für die beschriebene Stelle. Ziel: Mit wenigen relevanten Fragen soll vor einem Gespräch erkennbar werden: - ob zentrale Kernaufgaben bereits ausgeführt wurden, - in welchem Projekt- und Einsatzumfeld die Person gearbeitet hat, - welche Arbeitsmittel, Verfahren oder Software bekannt sind, - ob notwendige Qualifikationen und Nachweise vorhanden sind, - ob die wichtigsten Einsatzbedingungen grundsätzlich passen, - welche Punkte im Gespräch geklärt werden müssen. REGELN: - maximal 5–7 fachliche Fragen - keine generischen Fragen zu Stärken und Schwächen - keine langen Freitexte, wenn Auswahlmöglichkeiten ausreichen - mobil in wenigen Minuten beantwortbar - eine Frage nur aufnehmen, wenn ihre Antwort die weitere Entscheidung verändert - Pflichtanforderungen nicht mit Wünschenswertem vermischen - keine Frage nach Informationen, die bereits sicher vorliegen - sensible oder nicht jobrelevante persönliche Merkmale nicht abfragen Nutze geeignete Antwortformate: - Einzelauswahl - Mehrfachauswahl - Ja / Nein - Zahlenbereich - kurze konkrete Freitextantwort - Datei / Nachweis, nur wenn wirklich erforderlich Erstelle eine Tabelle: Frage | Antwortformat | Antwortmöglichkeiten | Was prüfen wir damit? | Positives Signal | Welcher Punkt muss vor einem Gespräch geklärt werden? Prüfe anschließend jede Frage: „Würden wir abhängig von der Antwort anders handeln?“ Entferne jede Frage, bei der die Antwort keine Auswirkung auf: - Vorauswahl, - Rückfrage, - Gesprächsvorbereitung - oder Einsatzentscheidung hat. Ergänze abschließend maximal fünf Kontaktdaten- und Verfügbarkeitsangaben, die für den weiteren Prozess wirklich notwendig sind.
Verdichtet Bewerberinformationen zu einer nachvollziehbaren Vorlage – die Entscheidung bleibt beim Menschen.
Erstelle aus dem Jobprofil und den vorhandenen Bewerberinformationen eine kurze, nachvollziehbare Entscheidungsvorlage. Mögliche Quellen: - strukturiertes Jobprofil - Bewerberfragebogen - Lebenslauf - Nachweise - Gesprächsnotizen - Angaben zu Verfügbarkeit und Einsatzrahmen ZIEL: Ein fachlicher Entscheider soll innerhalb weniger Sekunden verstehen: - welche Anforderungen klar erfüllt sind, - welche Erfahrung sinnvoll übertragbar ist, - wo Informationen fehlen, - welche Risiken oder Einsatzhürden bestehen, - welche Punkte im Gespräch geklärt werden sollten, - welcher nächste Schritt sinnvoll ist. WICHTIGE REGELN: - keine Fakten erfinden - fehlende Angaben niemals als erfüllt behandeln - konkrete Nachweise höher gewichten als allgemeine Selbstaussagen - aktuelle Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft gesondert betrachten - Pflicht und Wünschenswert unterscheiden - übertragbare Erfahrung als „übertragbar“ und nicht als „erfüllt“ markieren - Unsicherheit sichtbar lassen - keine Personalentscheidung automatisch treffen - keine Bewertung nach Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, Familienstand, Behinderung oder anderen nicht jobrelevanten Merkmalen - nur Kriterien verwenden, die für die konkrete Tätigkeit notwendig sind Nutze diese vier Statuswerte: - ERFÜLLT - PLAUSIBEL ÜBERTRAGBAR - UNKLAR / NICHT BELEGT - NICHT ERFÜLLT ODER ABGELEHNT Erstelle: 1. KURZFAZIT 2–3 Sätze zur fachlichen Ausgangslage. Keine endgültige Einstellungsentscheidung. 2. STÄRKEN FÜR DIESE STELLE Maximal fünf konkrete Punkte mit Bezug zur Rolle. 3. OFFENE PUNKTE UND RISIKEN Maximal fünf konkrete Punkte. Trenne fehlende Information von tatsächlichem Konflikt. 4. KERNANFORDERUNGEN Tabelle: Anforderung | Gewichtung / Pflichtstatus | Status | Beleg oder Quelle | Bedeutung für die Stelle 5. EINSATZRAHMEN Fasse zusammen: - Standort / Pendelweg - Montage / Reise - Arbeitszeiten - Vergütung - Verfügbarkeit - weitere operative Bedingungen 6. FRAGEN FÜR DAS GESPRÄCH Formuliere maximal fünf rollenbezogene Fragen. Jede Frage muss aus einer konkreten Stärke, Lücke oder Unsicherheit entstehen. 7. NÄCHSTER SINNVOLLER SCHRITT Wähle einen Vorschlag: - fachliches Kennenlernen - vorherige Rückfrage - zusätzliche Prüfung durch den Fachbereich - Nachweis anfordern - aktuell nicht weiterverfolgen Begründe den Vorschlag in höchstens zwei Sätzen. 8. TRANSPARENZHINWEIS Nenne kurz: - welche Informationen aus Quellen stammen, - welche Punkte von der KI abgeleitet wurden, - welche Entscheidung weiterhin durch einen Menschen getroffen werden muss.
Jeder Schritt folgt derselben Kette. Wer sie kennt, kann eigene Vorlagen ergänzen.
Kontext
Was wissen wir über Unternehmen, Stelle und Bewerber?
Logik
Was ist relevant? Was ist Pflicht? Was ist entwickelbar? Was wird gewichtet? Was darf abgeleitet werden?
Output
Welche Information braucht der nächste Mensch?
Freigabe
Wer prüft und entscheidet?
Nächster Prozessschritt
Jobseite, Fragebogen, Matching, Gespräch, Kommunikation oder Onboarding
Die Vorlagen sind bewusst eine einfache Einstiegsversion. Sie ersetzen keinen strukturierten Datenprozess, helfen aber dabei, nicht jedes Mal mit einem leeren Chat bei null zu beginnen. Personalentscheidungen trifft immer ein Mensch; Datenschutz und Governance sind pro Anwendung zu prüfen.